Izakaya, die traditionell japanische Bar

Ein Izakaya (居酒屋) ist mehr als nur eine Bar, es ist ein Ort um Leute zu treffen, was zu trinken und gleichzeitig auch noch ein kleines Restaurant. Am frühen Abend sind Izakayas meist voll von Büroangestellten, die den harten japanischen Arbeitstag zusammen ausklingen lassen. Man findet sie ganz leicht, dank ihrer Popularität stolpert man fast zwangsweise darüber. Am besten hält man nach den roten Laternen Ausschau, welche vor den meisten Izakayas hängen.

Wer ein Izakaya betritt, wird als Erstes das Menü an der Wand erblicken, welches rein in Kanji geschrieben ist. Platz nimmt man im Izakaya meist an einem langen Tresen oder auf Tatami. Wer am Tresen sitzt, kommt in den Genuss die Betreiber beim Vorbereiten der Speisen und Getränke beobachten zu dürfen. Das erste, was man in einem Izakaya bekommen wird, ist das sogenannte Oshibori, ein kleines Tuch, mit dem man sich vor dem Essen die Hände waschen kann. Im Winter sind Oshibori meist schön warm, während sie im Sommer gekühlt überreicht werden.

Auch wenn man den Abend im Izakaya nur mit trinken verbringen kann, sollte man unbedingt das Essen dort probieren. Klassische Gerichte sind etwa Karaage (was das genau ist, seht ihr hier) oder Yakitori (grillierte Hähnchenspieße). Aber Achtung, man bestellt sich nicht gleich ein ganzes Menü auf einmal. Stattdessen bestellt man sich im Izakaya durch den Abend hinweg immer wieder kleinere Portionen. Ein guter Anfang wäre vielleicht Edamame oder ein kleiner Salat. Izakaya sind Orte, wo man mit Leuten zusammen kommt und dementsprechend werden die bestellten Gerichte auch in der Gruppe gemeinsam geteilt und gegessen. Es lohnt sich nach Tabehodai (食べ放題) und Nomihodai (飲み放題) Ausschau zuhalten. Hierbei handelt es sich um all-you-can-eat/drink Angebote, was in Unmengen an kleiner Tellerchen an den Tischen führt.

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