Nagasaki Teil I

Kyushu, die südlichste der fünf japanischen Inseln, ist reich an kulturellen und historischen Schätzen. In unserer neuen Blogreihe wenden wir den Blick ab von Fukuoka, der größten Stadt Kyushus, und richten unser Augenmerk auf Nagasaki (長崎), einer der wichtigsten Handelsposten des alten Japans.

Nagasaki ist die größte Stadt der gleichnamigen Präfektur und stand vom 16. – 19. Jahrhundert stark unter portugiesischem und niederländischen Einfluss. Durch den europäischen Einfluss fand man in Nagasaki auch eine der größten christlichen Gemeinschaften Japans.

Oft hört man, dass während der Tokugawa Periode, als sich Japan von der Welt isolierte, Nagasaki der einzige Austauschpunkt zwischen Japan und anderen Ländern war. Dies stimmt jedoch so nicht ganz, denn Japan hat sehr wohl noch mehr Handel über andere Provinzen in Kyushu und über die Nordinsel Hokkaido betrieben, so etwa mit Korea oder Russland.

Nagasaki befindet sich am oberen Ende einer langen Bucht und ist von zwei Flüssen durchzogen. Die Lage von Nagasaki macht die Stadt zum besten Anlegehafen in ganz Kyushu. Das dicht besiedelte Stadtzentrum von Nagasaki umfasst nicht einmal 10km2. In der Umgebung findet man zudem die Städte Isahaya, Sakai und Nagayo.

Nagasaki ist eine besonders historische Stadt, nicht nur wegen ihrer Rolle im alten Japan. Als zweite Stadt Japans die während dem Zweiten Weltkrieg von einem Atombombenangriff betroffen war, spielt Nagasaki auch eine wichtige Rolle in der modernen Geschichte Japans.

Eines der größten Feste in Nagasaki ist das Laternenfest, welches jedes Jahr zum chinesischen Neujahr gefeiert wird. Die Festivitäten dauern ca. zwei Wochen an und sind der ideale Zeitraum um Nagasaki zu besuchen. Für dieses Jahr ist das Laternenfest leider bereits um. Zum Glück hat Nagasaki noch einiges mehr zu bieten! Was genau, stellen wir in unserer 6-teiligen Nagasaki-Reihe vor.

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